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Das „ATLANTIS“ des Nordens

Kaum ein Land in Europa übt eine vergleichbare Faszination auf uns aus, wie Ostpreußen.


Warum, wieso, weshalb?

Karte von OstpreussenIst es der Himmel über Ostpreussen, der Immanuel Kant Zeit seines Lebens in Königsberg hielt, sind es die ausgedehnten Wälder und die zahllosen Seen Masurens, die immer zum Erholen einluden und es noch heute tun, das Oberland wo zwischen Osterode und Elbing Schiffe über Berge fahren, sind es die Burgen des Deutschen Ordens, der ermländischen Bischöfe oder die Bernsteinküste des Samlandes?

Oder ist es die Geschichte dieses Landstriches, sein Werden und Wachsen seit der deutschen Ostkolonisation in der Folge der Christianisierung durch den Deutschen Orden? Entstanden doch hier die für ihre Zeit modernsten Staatsgebilde; zuerst der Ordensstaat mit einer ausgeklügelten Verwaltung – seiner Zeit um Jahrhunderte voraus.

Später das aufgeklärte und tolerante Preußen, Zufluchtsort auch für Verfolgte aus dem Salzburger Land, den Niederlanden, Frankreich, der Schweiz und anderen Teilen Europas.

Oder ist es die Wiege der Aufklärung, der Geisteswissenschaften, der Literatur mit Namen wie Immanuel Kant, Johann Gottfried Herder oder E.T.A. Hoffmann?

Aber immer auch war Ostpreussen ein Schmelztiegel verschiedener im Baltikum lebender Nationalitäten: Deutsche, Masuren, Polen, Litauer, Russen – sie alle hinterließen ihre Spuren, lebten zusammen ohne nationalen Übermut.


Zitat Herder

Sich im Laufe des 19. Jahrhunderts ausprägende Nationalstaaten – Nationalstaat, ein Begriff  und ein politisches Gebilde, das es bis dato noch nicht gab – verbunden mit einem sich stetig steigernden Nationalismus war letzlich der Sprengstoff, der in die Katastrophen des letzten Jahrhunderts führte und dieses Land versinken ließen, wie das sagenumwobene Atlantis.